er, sie ens – ein Übungsmodul in gendergerechter Sprache

Um jegliche diskriminierende Sprache gegenüber Menschen, Menschinnen, Menschens zu vermeiden, stellen wir Ihnen hiermit die neuen Richtlinien vor, den allgemeinen Antidiskriminierungsschutz umzusetzen.

[Wer meint, dieses sei ein Verhunzen von Sprache, ist als Verschwörungstheoretiker, Verschwörungstheoretikerin, Verschwörungstheoretikerens zu brandmarken].

 

In Worten, in denen in altpatriarchaler Tradition, das Präfix er- vorkommt, ist zukünftig das Präfix sie- zu verwenden, um einen Ausgleich für eine jahrhundertealte Benachteiligung zu schaffen. Dieses soll vorerst für ein Jahr gelten.

 

Sagen Sie in Zukunft besser:

 

Das ist ja siefreulich! ( statt erfreulich)

 

Ich bin sehr siestaunt! (statt erstaunt)

 

Sierinneren Sie sich! (statt erinnern)

 

Halten Sie Siemäßigungen für finanziell benachteiligte Bürger, Bürgerinnen, Bürgerns bereit! (statt Ermäßigungen)

 

Gehen Sie als Sierste durch das Ziel! (statt erste)

 

Siewachen Sie – hören Sie auf, nicht zu gendern! (statt erwachen)

 

Helfen Sie Kindern, Kinderinnen, Kinderens zu verantwortlichen Siewachsenen zu werden! (statt Erwachsenen)

 

Beten Sie anders: Gott, Göttin, Gottens – siebarme dich meinsie!

(statt erbarme, statt meiner – diese Regel ist selbstredend nicht nur auf Präfixe anzuwenden)

 

Siebleichen Sie nicht, wenn jemand meint, Sie übsietreiben! (statt erbleichen)

 

Sparen Sie Siedgas! (statt Erdgas)

 

Siedulden Sie keine Diskriminierung! (statt erdulden)
Machen Sie nicht viel Fedsielesen - zeigen Sie die Grenzen der Tolsieranz auf!

 

Aber: Siezwingen Sie nichts! (statt erzwingen)

 

Und: Melden Sie uns Ihre Siefolge! (statt Erfolge)

 

 

Hier ein kleiner Text zur weitsieen Illustration erfolgreicher Selbstsiemächtigung:

 

Es war die griechische Göttin Sieinnye (nicht Erinnye), eine Rachegöttin, die es satt hatte, dass das männliche Geschlecht die Sprache bestimmen solle, und so zog sie über die deutsche Sprache hin, um das Weibliche neu zum Sieklingen zu bringen.

Sielösende Gleichberechtigung sollte es sein, es sollte die Frauen siemächtigen und ihnen siemöglichen, viel siefolgreicher zu sein. Es sollte sie siemuntern zu siekennen, welche sieforderlichen Rahmenbedingungen sie brauchen, um sich vollends zu siefalten. Das soll nicht siemüdend sein, sondern eine Siemutigung, sich noch einmal ganz anders der weiblichen Kraft zu sierinnern. Die Siefolgsaussichten der griechischen Göttin werden unterschiedlich eingeschätzt – manche sprechen von Sierinnerungslücken beim männlichen Geschlecht, andere vermuten das Sieheischen von Aufmerksamkeit. Absie – worum geht es hier wirklich? Das Siedrückende männlicher Spracherrschaft soll vollends gebrochen werden. Alle wollten sich siernstgenommen fühlen, keiner soll sienüchtert sein. Auch wenn es sieschöpfend ist, wir sind überzeugt, Siesprießliches zu siereichen. Alles andere sieübrigt sich dann von selbst. Wir sollten siewägen, einmal richtig konsequent zu sein und den Impuls von Sieinnye wirklich siernstzunehmen.

Unsere Sprache ist unsere Sielösung, um uns selbst zu siekennen. Siegreifen wir diese Möglichkeit! Das reicht für das Sierste!