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Fotografieren ist dem Gedichteschreiben sehr ähnlich. Ein Foto verdichtet die Welt in einem Bild. So wie jedes Wort in einem Gedicht wichtig ist, so ist in einem Foto entscheidend, was man weglässt, was man an welcher Stelle abbildet. Fotos und Gedichte verlangen in dem Moment ihrer Entstehung wie auch in dem Moment ihrer Rezeption absolute Aufmerksamkeit für den Augenblick. Zu schreiben heißt genau wahrzunehmen, fotografieren ebenso. Das Vertraute fremd machen, das Fremde vertraut, andere Perspektiven finden für das Gewohnte.
Gedichte und Fotos leben von dem Ungesagten, dem Ungezeigten, von dem was zwischen den Zeilen steht, mit Gedichten und Fotos können Zwischenräume geschaffen werden. In diesen Zwischenräumen spürt man, was Poesie oder Magie genannt wird. Es ist die Kraft der Konzentration auf einen Moment, des Flüchtigen, das seine Spuren hinterlassen hat, ohne gebannt worden zu sein.
Gyde Callesen beschäftigt sich seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr mit der Fotografie. In Zusammenarbeit mit einem Fotografen aus Hannover hat sie sich besonders intensiv mit der Geschichte der Fotografie und ihren Möglichkeiten und Grenzen auseinandergesetzt. Einige Ergebnisse sind hier zu sehen.
 


ACHTUNG: Alle hier abgebildeten Fotografien sind urheberrechtlich geschützt. Jede Weiterverwendung und anderweitige Nutzung bedürfen der Genehmigung von Gyde Callesen.


Die folgenden Fotos sind alle mit einer analogen Spiegelreflexkamera aufgenommen.
Es sind keine digitalen Nachbearbeitungen.


offshore







water of mirrors





perhaps behind





yesterday's place for tomorrow





never the same





lines






beyond